3 Judo-Spitzbuben auf dem Treppchen

Die Neutraublinger Judoka Marco Resch, Paul Neuberger und Nikolas Menzl ergriffen die Chance sich mit Kämpfern aus dem südlichen Bayern zu messen und fuhren zum Spitzbuben-Turnier der U12 und U15 nach Peiting in Oberbayern.

 

 

Marco Resch hatte gleich zu Beginn eine schwere Aufgabe und musste gegen den Besten seiner Gewichtsgruppe antreten. Er attackierte seinen Gegner entschlossen, wurde aber gekontert und unterlag. In Runde 2 versuchte er erneut sein Glück, hielt den Kontrahenten gut in Schach und konnte sich eine kleine Yuko-Wertung mit einer Fußtechnik erarbeiten, die zum Sieg reichte. In Kampf drei zeigte er sein Können und punktete zwei mal mit einer Hüfttechnik. Die letzte Begegnung startete Marco mit einem kleinen Punkterückstand, den er aber dann mit einem Ippon-Wurf ausbügelte. Kurz vor Kampfende geriet der Neutraublinger nach einer Umdrehtechnik in einen Haltegriff und verpasste knapp die Silbermedaille.

Einen mühevollen Auftakt hatte auch Paul Neuberger, der seine 1. Begegnung nur mit einer kleinen Wertung für seinen Schulterwurf Seoi-nage gewinnen konnte. Den nächsten Kampf absolvierte er routiniert mit Schulterwurf und Festhalter. Nachdem sein dritter Gegner sich nach der anfänglichen Wertung von Paul gut auf dessen Kampfstil eingestellt hatte, musste der Oberpfälzer seine Taktik ändern und holte sich mit dem Innenschenkelwurf Uchi-Mata mit anschließendem Haltegriff den Sieg. Platz 1 lies er sich auch in der 4. Runde nicht mehr nehmen und durfte die Spitzbuben-Trophäe mit nach Hause nehmen.

Nikolas Menzl rutsche dieses Mal in die 43kg-Gewichtsklasse der U15 und stand nach einem Freilos Sebastian Lehn vom JV Ammerland gegenüber. Schnell konnte er ihn mit Uchi-Mata besiegen und musste dann gegen den Großhaderner Fabian Kansy antreten. Nach einigen Angriffsversuchen schaffte Nikolas es einen Schulterwurf durchzusetzen, der mit einem Siegpunkt bewertet wurde. Im Halbfinale überraschte der TSVler seinen Gegner mit der Selbstfalltechnik Tomoe-nage und katapultierte ihn über sich hinweg. Das Finale bestritt Nikolas mit Mohammed Schwäbisch ebenfalls vom Bundesstützpunkt München Großhadern, einem sehr unberechenbaren Kämpfer. Er konnte ihn aber dennoch gut kontrollieren und starke Wurfansätze zeigen. Nachdem der Gegner eine Passivitätsstrafe erhalten hatte, griff er plötzlich mit einer unerlaubten Beingreiftechnik an, die aber trotzdem vom den Kampfrichtern bewertet wurde und Nikolas Platz 1 kostete.

 

Wettkampf-Trainerin Heike Gewehr war mit den Leistungen auf diesem stark besetzen Turnier sehr zufrieden und freute sich, dass sich die Kämpfer der neuen Altersklasse U12, die erstmals bezirksübergreifend kämpfen durften, gut unter der bayerischen Konkurrenz behaupten konnten.