Neuberger-Brüder mit internationalen Medaillen

Nach einer langen Verletzungspause trat Daniel Neuberger vom TSV Neutraubling beim internationalen Glaspalast-Turnier in Sindelfinger in der U15 bis 66kg an.

Den Auftaktkampf hatte er gegen den Hessen Matthias Petri. Diesen konnte nach einigen Angriffen im Stand in den Boden zwingen, wo er konsequent einen Haltegriff herausarbeitete und verbuchte den 1. Sieg.

Dann traf er auf Walter Necker aus Württemberg. Geschickt wich Daniel immer wieder den Wurfansätzen aus und schaffte es dann eine Attacke mit einem linken Hüftwurf zu übernehmen. Mit einem nachfolgenden Festhalter komplettierte er den Sieg.

In Kampf um den Einzug ins Finale stand der Neutraublinger Moritz Suchy aus Nürnberg gegenüber. Beide Judoka kennen sich gut und schenkten sich nichts. Doch Daniel konnte nach einiger Zeit einen Wurfversuch kontern und setze mit einem Haltegriff nach, aus dem sich der Gegner nicht mehr befreien konnte.

Das Finale bestritt er mit Dario Ferrera, einem guten Fußtechniker. Ideal auf den Kontrahenten eingestellt, arbeite Daniel kontinuierlich gegen dessen Bewegungsrichtung, so dass dieser nicht mehr zum Zug kam. Der TSVler überraschte ihn mit einem Fußstoppwurf, für den er eine mittlere Wertung bekam und brachte den Gegner sofort in einen Festhalter. Aber der Badener konnte entkommen und der Kampf lief weiter. Als Daniel einen Uchi Mata (Innenschenkel-Wurf) ansetzte, wurde er gekontert und kassierte eine kleine Wertung gegen sich. Taktisch klug beschäftigte er den Gegner, um seinen Punktevorsprung über die Zeit zu retten und holte sich den Turniersieg.

 

 

Der jüngere Bruder Paul machte beim Internationalen Judoturnier in Graz / Österreich von sich Reden. Das Turnier wurde von insgesamt 1500 Teilnehmer aus 18 Nationen besucht, so dass er einer starken Konkurrenz mit 33 Kämpfern in der Gewichtsklasse bis 38kg gegenüber stand.

Die erste Runde bestritt er mit einem Slowaken, den er nach einigen Angriffen mit der Außensichel O-soto-Gari erwischte.

In der nächsten Begegnung stand er mit einem Ungarn auf der Matte, der ihm sehr ebenbürtig war. Beide Jungs versuchten ununterbrochen ihre Techniken durchzusetzen und erst in der Verlängerung nach dem Unentschieden gelang Paul ein Konterwurf nach hinten (Ura-nage).

Auch die nächste Runde gegen den späteren Finalisten aus Tschechien wurde sehr anstrengend. Da international nach anderen Regeln gekämpft wird als in Deutschland, hatte der Neutraublinger besonders mit diesem Gegner seine Schwierigkeiten. Paul ging zunächst mit einer kleinen Wertung für den Schulterwurf Seoi-nage in Führung, die der Tscheche wieder ausglich. In der Verlängerung setzte Paul mit einem Ura-nage-Angriff alles auf eine Karte, konnte den Gegner aber nicht mehr rechtzeitig drehen, so dass er selbst auf dem Rücken landete und in der Trostrunde weiter kämpfen musste.

Hier traf er zunächst auf einen Judoka aus Lettland, den er mühelos besiegte und traf dann auf einen Österreicher, der ebenfalls kein Problem darstellte. Im Kampf um Platz 3 wurde es erneut sehr spannend gegen den Israeli Rotem Anbar. Unermüdlich attackierten sich die beiden Kämpfer bis Paul einen Wurfversuch mit Tani-otoshi nach hinten kontern konnte und eine kleine Wertung erhielt. Diese rettet er dann über die Kampfzeit und sicherte sich die Bronzemedaille.

Hannah Eickhoff erkämpfte sich auf diesem Turnier einen 5. Platz und Peter Beck wurde 7.